7 tägiger Segelurlaub

Genießen im Ionischen Meer

An Bord der Onan werden Routen und Destinationen gemeinsam mit Crew und Skipper festgelegt. Die persönlichen Wünsche werden dabei so weit wie nur irgend möglich berücksichtigt.

Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln wie ein 7 tägiger Segelurlaub mit 8 Personen im September aussehen könnte, hier ein Beispiel:


[Tag 1]

Es ist erst 9 Uhr morgens als wir am Flughafen in Zakynthos ankommen und die meisten Gruppenmitglieder haben ihre Betten sehr früh verlassen.

Glücklicherweise müssen wir nicht lange auf unser Gepäck warten und werden schon von unserem Skipper erwartet um uns an Bord der Onan zu bringen.

Nachdem wir unsere Koffer an Bord gebracht haben, und sich jeder für eine Koje entschieden hat, treffen wir uns im Hafencafe um Kaffee zu trinken, zu frühstücken und um Pläne zu schmieden.

 

Abendessen in einer Taverne

Wir entscheiden uns, sofort Lebensmittel und Getränke einkaufen zu gehen und anschliessend die Westküste entlang nach Agios Nikolaos zu segeln. Unser erster Kontakt mit dem Segeln und dem Ionischen Meer.

Nach diesem Segelgang lassen wir unseren Anker in Xigia fallen, wo alle erfreut in das kristallklare Wasser springen, um zu schwimmen. 

In dieser Bucht gibt es Süsswasser-Schwefel-Quellen die das Schwimmen zu einem sehr erfrischendem Vergnügen machen.

Wir sind nicht weit entfernt von Agios Nikolaos, da wir aber bereits das Kap umrundet haben beschliessen wir, nach Mikro Nisi weiter zu fahren, wo wir in dem kleinen malerischen Fischerhafen in einer Taverne Abendessen wollen.

 

Blaue Grotten

[Tag 2]

Am nächsten Morgen um 9:30 Uhr tummeln sich die Frühaufsteher bereits im Wasser rund um das Boot. Und ein wenig später sind wir wieder unterwegs.

Da wir gestern nicht mehr bis Agios Nikolaos gefahren sind, machen wir uns jetzt auf den Weg dorthin. Von dort aus wollen wir die berühmten Blauen Grotten besuchen, die vergleichbar sind mit denen auf Capri.

Es ist eine ganz besonderes und unvergessliches Erlebnis in dem kristallklaren Wasser zu schwimmen. Das Wasser verändert seine Farbe je nach Lichteinstrahlung, und gleichzeitig kann man den 15 Meter tiefen Meeresgrund sehen.

Wir beschliessen über Nacht hierzubleiben und sehen uns nach einer Taverne um, in der wir am Abendessen können.

Nach einem vorzüglichen Mahl mit einem fantastischen Blick über die Bucht, kehren wir zurück zur Onan.

Ithaka, Insel von Odysseus


Tag 3]

Am Morgen werden wir, von der kleinen Fähre die von hier aus nach Kefalonia übersetzt, aufgeweckt.

Auch wir machen uns fertig, um unsere Reise fortzusetzen. Unser Ziel ist Ithaka – die Insel von Odysseus. 

Wir ankern in einer der Buchten der Südküste um zu lunchen, und am späteren Nachmittag finden wir einen Platz am Kai von Vathi – der Hauptstadt von Ithaka.

Entlang des Hafens gibt es natürlich eine Vielzahl an Tavernen, wir bevorzugen es jedoch mit zwei Taxis in ein Dorf namens Stavros zu fahren. 

Dort kommen wir gerade rechtzeitig im Garten von „O Poseidonas“ an, um bei einem Aperitif den Sonnenuntergang zu geniessen.

Ein ausgezeichnetes Abendessen folgt. Die Hälfte der Crew – gestärkt durch einige Gläser regionalen Weins – möchte lieber zu Fuss zum Boot zurück wandern.

KASTOS, KALAMOS, LEFKAS, MEGHANISI UND DAS UNBEWOHNTE ATHAKOS


[Tag 4]

Ein toller Segeltag mit den Inseln Kastos, Kalamos, Lefkas, Meghanisi und das unbewohnte Athakos am Horizont. Wir stoppen für ein leichtes Mittagessen in der „Ein Haus-Bucht“.

Auch die Hälfte der Crew die zum Boot zuerück gelaufen ist, findet langsam den Weg aus den Betten an Deck. Aber es sei ihnen vergeben, sie haben sich nämlich verlaufen und sind erst wieder am Boot angelangt als schon die ersten Sonnenstrahlen das Deck wärmten.

Somit ist der leckere Pastasalat unser Mittagessen und ihr Frühstück.

Wir setzten noch Mal Segel, und verlassen die schöne ruhige Bucht in Richtung Meghanisi. Dort wollen wir ankern und das mitgebrachte Lamm grillen.

Anlegen ist hier nicht möglich, also laden wir alles was wir brauchen in das Beiboot, gehen an Land und machen Feuer am Strand.

Später am Abend liegen wir alle ausgestreckt im Sand und schauen fasziniert in den Sternenhimmel.


Windstaerke 6

[Tag 5]

Die Zeit vergeht wie im Fluge wenn man Spaß hat, und wir sind nun ungefähr 50 Seemeilen von unserem Ausgangshafen Zakynthos entfernt.

Wir haben Flaute, also fahren wir vom Motor angetrieben die Westküste von Kefalonia entlang.

Den ganzen Morgen über bestaunen wir die atemberaubenden Steilküsten und an einem der fantastischten Strände des Ionischen Meeres machen wir Halt.

Wir ankern noch ein Mal, aber rasch wird aus dem schwachen Nordwestwind, Windstärke 6 und unser Skipper beschliesst die nun nicht mehr besonders sichere Bucht zu verlassen.

Nach aufregendem Segeln mit Geschwindigkeiten weit über 9 Knoten legen wir im Hafen von Argostoli, der Hauptstadt Kefalonias, an. Womit ein weiterer wunderschöner Segeltag zu Ende geht.

  

Abschiedsparty

[Tag 6]

Heute, Freitag, scheint wie auch an allen vorangegangenen Tagen die Sonne, aber als Erstes müssen wir den „Wassermann“ finden um die Tanks der Onan wieder mit frischem Wasser zu füllen.

Nachdem wir noch unsere Einkäufe erledigt haben, verlassen wir Argostoli und nehmen Kurs auf den Hafen von Zakynthos.

Diesem Stück offener See werden starke Winde und hohe Wellen nachgesagt, aber im Sommer trifft man hier auf kaum mehr als 5 bis 6 Beaufort Windstärke.

 

Nur am Nachmittag nimmt der Wind ein wenig zu, aber wir sind schon wieder in der Nähe unseres „Heimathafens“. Wir planen für unsere Abschiedsparty, in eine der bekanntesten Tavernen im Ionischen Meer zu gehen – Arekia ist der Name des Lokals.

 

Canthades

Hier werden jeden Abend „Kantaten“ gesungen, die traditionelle ionische Musik mit grossem italienischem Einfluss.

Nol, unser Skipper hat bereits einen Tisch in der Mitte des Restaurants für uns reserviert, wo wir im Zentrum des Geschehens sitzen.

Ein wirklich unvergesslicher Abend folgt, mit viel Singen, Musik und Tanzen. Zwei unserer weiblichen Crewmitglieder, ziehen die Aufmerksamkeit einiger glutäugiger Griechen auf sich, aber unser Motto ist „Ausgehen gemeinsam – Heimgehen gemeinsam“. Aus diesem Grund wird es wohl nichts werden mit einer griechischen Hochzeit für die Beiden.


DAS LETZTE MAL IN MEINER KOJE

Als sich die Taverne langsam zu leeren beginnt, ist es lange nach Mitternacht und für uns Zeit um schlafen zu gehen.

Immer noch die Musik in meinem inneren Ohr geniessend, lege ich mich für das letzte Mal in meine Koje, und denke mir: „Das war bestimmt nicht der letzte Segelurlaub in Griechenland für mich!“